Jäger und Sammler

Als Messer- und Tomahawkwerfer ist man auf der einen Seite Jäger (immer auf der Jagd nach neuen Herausforderungen, Wettbewerben und Trophäen), auf der anderen Seite eben Sammler. Und was sammelt ein Werfer ? Na, Messer eben, was auch sonst ?!

 

 

Hier bekommen Sie einmal einen kleinen Eindruck von meiner persönlichen Sammelleidenschaft. Einige dieser Exemplare sind inzwischen gut und gerne 25 Jahre alt, und die meisten davon habe ich, immer abwechselnd und je nach Gelegenheit, bei verschiedenen Outdoor-Aktivitäten in Gebrauch. Messer sind in erster Linie Werkzeuge, keine Waffen. Doch das Auge isst auch mit, daher ist für meinen Geschmack ein gefälliges Design ebenfalls mitentscheidend.

In der Mitte eine Handarbeit meines finnischen Freundes Kari Salonius, der in der Nähe von Helsinki lebt (Vantaa): Eine ganz spezielle Komposition des berühmten "Tom-Brown-Trackers" aus allerbestem Stahl (der dermaßen hart ist, dass das Loch am Griffende für die Fangschlaufe lediglich mit dem Laser durchbohrt werden kann. Jeder herkömmliche Stahlbohrer kapituliert am Material.).

Dazu direkt ein Vergleich, der es in sich hat: Das Crocodile Hunter von Othello (verkauft), das es auch relativ baugleich von Linder gibt, in unmittelbarer Gegenüberstellung mit dem "Outback Knife", einer neuen Eins-Zu-Eins-Kopie des Dundee-Messers. Besonders die Messerscheide (nein, Leute, beruhigt euch, es ist kein echtes Kroko, die Prägung des Leders sieht aber absolut danach aus.) ist der Hammer. Gewaltige, 42 cm Länge und vor allen Dingen 6,5 (bärenstarke!) mm Klingenstärke. Lediglich die lederne Gürtelschlaufe an der Messerscheide wirkt ein wenig schwachbrüstig für das schwere Messer.

 

Ich liebe die Tracker-Messerform. Robust, stabil und schwer. Dieser Tracker ist eines der hochwertigsten Messer meiner (inzwischen ein wenig verkleinerten) Sammlung. Das WSK von Jürgen Schanz. Einfach nur eine Wucht!

     

Dieses Monstrum (Länge 50 cm !) ist eine einzigartige Version des Machetenmessers aus dem Film "John Rambo", handgehämmert von Kari Salonius und rasiermesserscharf. Er schrieb mir dazu: "I am a little bit in trouble to call this a knife." ("Ich hadere ein wenig mit mir, dieses Ding ein Messer zu nennen") - Womit der Mann Recht hat... - Die Lederscheide stammt  übrigens  aus der kreativen Hand von Dieter Führer. Dieter hat in der Tat mehr Talente als Finger an seinen Händen. Inzwischen werfe ich das gute Teil hin und wieder sogar - und bin überrascht, wie gut das funktioniert!

Doch bei einem guten Messer kommt es nicht nur auf die Größe an .

Ein absolutes "Must-Have": Ein Neckie (Halsbandmesser) mit Rentierknochen-Griff, hergestellt in Handarbeit von meinem guten Freund und Kameraden Dieter Führer aus Schongau. Klein, fein und scharf wie eine Rasierklinge. Mit Lederband am Hals zu tragen, - und die Outdoor-Welt ist im Döschen - !

 

...und in diesem Zusammenhang (- klein aber oho - !) noch ein sehr schönes Modell: Die Filmreplik aus dem Hollywood-Streifen "Terminator", das "Terminator Salvation"- Messer. Vollstahlausführung, "muskulöse" 6 mm Klingenstärke und mit seinen 20 cm Länge klein genug, um es überall dabei haben zu können - und zu dürfen. Ein "Tactical" der Spitzenklasse.

Das Messer oben ist das Kentucky-Bowie von Linder, Gewinner des Outdoor-Awards im Jahre 2006. Schönes Design, klasse gestalteter Griff aus Hirschhorn, eine dicke, starke Klinge und dabei gleichzeitig eine äußerst filigrane Spitze für feinere Arbeiten. Ein außergewöhnliches Messer. Darunter zum Vergleich darunter das monströse Expendables-Bowie mit 50 cm Gesamtlänge. Und was die Sache rund macht: Die Griffbeschaffenheit lässt es zu, dass man mit diesem Monstrum auch werfen kann. Schade ist bei dem Modell nur, dass sich der Totenkopf-Aufdruck auf dem Griff nur nach wenigen Handgriffen abreibt.

 

Rechts außen sehen Sie den original "Tom-Brown-Tracker", bekannt aus dem Film "Die Stunde des Jägers" mit Tommy Lee Jones und Benicio Del Torro. Hin und wieder muss ich mich ein wenig zusammenreißen, um nicht damit zu werfen, denn dafür ist es eigentlich zu schade. Doch - uneigentlich - fliegt es nicht schlecht! In der Mitte das Bowie von Buck-Knives, das eine "einschneidende" Rolle im Film "Scream" innehatte (im vergangenen Jahr an meinen besten Freund verschenkt), links außen ein formschöner Skinner aus dem Jahre 1987 mit Hirschhorngriff aus einer limitierten Herbertz-Serie, bestehend aus zähem 440er Stahl. Besonders die schön gearbeitete Messerscheide im Stil der Great Plains-Indianer ist ein wahrer Augenöffner.

Von der Survival-Front: Das alte "Carl-Schlieper-Survival-Knife" aus den späten 70er Jahren. Eines der ersten und auch nach wie vor besten Hohlraumgriff-Survies. Nur ist der Griffinnenraum derart klein bemessen, dass nicht gerade viel reinpasst (selbst eine Schmerztablette ist noch zu groß). Für´s Survy-Kit kann man daher am besten die Tasche an der Messerscheide nutzen.

Und der aktuelle Nachfolger dieses Messers: Das Apparo-Plus von Boeker (mein Weihnachtsgeschenk 2012), entwickelt jüngst in Texas. Starke Klinge (über 6 mm Stärke) und erstmalig sehr hohe Stabilität trotz Hohlgriff           (dieser leider ohne jeden Inhalt, also kein Kompass oder Survy-Kit im Röhrchen).

Klein, fein - und ein Geschenk: Ein handgemachtes Jagdmesser mit einer Gesamtlänge von nur 22 cm; Klingenlänge 12 cm. Hergestellt - und mir übereignet - von meinem tschechischen Werferfreund Wladimir Sembol im Rahmen der EM in Nivnice (Tschechien) 2013. Spitzenklasse !

                    

 

                              Das Jagdbeil von Gränsfors...

...ist ein absoluter Alleskönner: Man kann damit schnitzen, schneiden, filetieren, Feuerholz hacken und zuletzt auch recht passabel werfen. Jedes Stück ist ein handgeschiedetes Unikat mit dem Stempel des Schmiedes. Und es sieht auch dazu noch sehr gefällig aus.

 

 

                                            Die Doppelaxt

Diese Axt ist ursprünglich ein Werkzeug der Holzfäller in den amerikanischen Wäldern. War eines der beiden Axtblätter stumpf gehackt, so konnte man einfach die Axt umdrehen und mit dem frischen, scharfen Schneideblatt weiterarbeiten. Ansonsten hätte man seinen Arbeitsplatz verlassen müssen, um die Schneide nachzuschleifen. Auf diesem Wege hatte man jedoch rein rechnerisch die doppelte Arbeitszeit zur Verfügung. Die Doppelaxt ist ein hocheffektives Wurfgeschoss, das rund sechs Meter benötigt, um auf dem Weg zum Ziel einmal zu rotieren. Auf Sicherheit ist dabei unbedingt zu achten, denn bei 1,5 Kilogramm Masse ist mit diesem Wurfgerät nicht zu spaßen. Spaß macht es jedoch ungemein, damit zu werfen, dieses geschieht beidhändig über Kopf.

 

Zum Schluss noch ein paar "Jagdtrophäen", für die allerdings kein stolzer Hirsch sein Geweih lassen musste.


 


 



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